Zum Abschluss sang der Chor Fauré: Cantique de Jean Racine

Dieses Requiem für den langjährigen Leiter des Görres-Chors und des Andreas-Chors wird man so schnell nicht vergessen: Pater Elias hielt eine sehr persönliche Predikt, in der er hervorhob, dass Ulrich Brall länger als jeder Pater an St. Andreas gewirkt habe und bezeichnete ihn als ein "musikalisches Schwergewicht" in dieser Stadt. 

Wenn Ulrich Brall über den Hof ging, so Pater Elias, habe er seine kräftige Stimme bis in den 4. Stock hinauf hören können. Doch sei dieser so stattliche Mann sehr sensibel gewesen und habe ein so großes Herz für andere besessen. Generationen von Schülern, ja ganze Familien habe er geprägt. Nicht nur in St. Andreas und in Düsseldorf, auch weit über die Grenzen der Stadt hinaus habe man ihn gekannt und geschätzt: in Saint-Malo, Rom, Venedig, Chartres und Florenz. Aber er habe in seinem Leben auch große Enttäuschungen hinnehmen müssen. 

Die anschließende Rede von Martin Arnade über seine Zeit als Brall-Schüler und Chormitglied rührte viele zu Tränen und wurde mit großem Applaus gewürdigt. Den Text der Rede finden Sie hier

Zum Abschluss versammelte sich der gesamte Chor unten um den Altar herum und sang ein letztes Mal für Ulrich Brall in der Kirche St. Andreas: Gabriel Fauré: Cantique de Jean Racine - dirigiert von Georg Biskupek, begleitet von Martin Fratz auf der Orgel. Eine sehr rührende Szene, die auch wir nicht bis zum Schluss aufnehmen konnten. Sie soll eine Erinnerung für alle Chorsängerinnen und -sänger sein. 

Gabriel Fauré: Cantique de Jean Racine, Gesungen vom Chor der ehemaligen Hofkirche St. Andreas - dirigiert von Georg Biskupek, begleitet von Martin Fratz auf der Orgel. 

Dank an alle Mitwirkenden 

„Ewiger glänzt euer Lächeln verweint“  (R. M. Rilke) 
– das schrieb mir mein Onkel Ulrich einmal zum Trost.

Ich möchte Ihnen aus tiefstem Herzen für diesen wundervollen Gottesdienst danken, den Sie so liebevoll für meinen Onkel, Herrn Ulrich Brall, ausgerichtet haben

Danke an Pater Elias - seine treffende und besondere Empathie,
Danke an Martin Arnade – zu Herzen gehend,
Danke an die Chorgemeinschaft, an die Solisten, an die Musiker und an Herrn Biskupek für diese wunderbare Musik - Ausdruck und Ergebnis des begeisterten Wirkens meines Onkels,

Danke an die Dominikaner St. Andreas und alle, die diese Feier im Hintergrund vorbereitet und organisiert haben – so innig.

Sie alle haben meinem Onkel eine riesige Freude gemacht – nicht nur an diesem Samstag, auch in seinem Leben.

Danke, Verena!

In großer Verbundenheit
Nikola Vater-Uhlich und Familie 

Die in der Kirche ausgestellten Poster zeigen das Chorkonzert 2011 in Saint-Malo und eine Probe, ebenfalls in Saint-Malo. Fotos: Susanne Schmidt-Dominé.